IRRSINN KOMMUNALER PKW-STELLPLATZVERORDNUNGEN

Mit Neubauten ohne PKW-Tiefgaragen ca. 20 % Wohnungsbaukosten senken

Nachfrageeinbruch wegen gestiegener Baukosten und Zinsen

Die Nachfrage nach neuen (Wohn-)Immobilien ist eingebrochen. Nach Angabe der Beratungsfirma Barkow Consulting ging das Neugeschäft deutscher Banken mit Immobilienfinanzierungen im September 2022 um 28 Prozent zum Vorjahresmonat zurück. Als wäre das nicht genug, machen Bauherren auch die starken Baupreissteigerungen zu schaffen. Viele Wohnungsbauprojekte werden zurzeit gestoppt. Im September 2022 meldeten laut ifo-Institut 16,7 Prozent der befragten Baufirmen stornierte Aufträge, deutlich mehr als noch im August. „Die Nachfrage ist von einem Tag auf den anderen eingebrochen. Viele Projekte im Planungsstadium werden storniert“, so Sparkassenpräsident Helmut Schleweis jüngst im „Handelsblatt“.

Aktuelles 7 Mio. € Neubauprojekt in Kelkheim (Taunus) musste abgesagt werden

1.300 qm groß sollte das zu kaufende Baugrundstück in Kelkheim (Taunus) sein. Die Finanzierung für das Neubauprojekt war gesichert. Als Bauprojektentwickler planten wir mit unserem Architekten 2 Häuser, zweigeschossig plus Penthousegeschoss, mit jeweils 6 Wohneinheiten, insgesamt ca. 1.000 qm Wohnfläche. 12 Familien hätten in begehrter Lage ein Zuhause gefunden. Wir mussten das Neubauprojekt absagen: für 12 Wohneinheiten sind laut örtlicher Stellplatzsatzung 24 PKW-Stellplätze vorgeschrieben, was ca. 500 qm Grundstücksfläche bedeutet. Aus heutiger Sichtweise mit massiver Wohnungsknappheit ein Alptraum für jeden, der günstigen und gehoben Wohnraum schaffen möchte.

Tausche Platz für Autos gegen Platz für Menschen

ZEIT ONLINE wies bereits am 14.03.2021 im Artikel „Tausche Platz für Autos gegen Platz für Menschen“ auf den Irrsinn der kommunaler Stellplatzsatzungen hin. „Wer Wohnungen baut, muss auch Parkplätze bereitstellen. Das ist nicht mehr zeitgemäß. Im hessischen Oberursel zeigen Verkehrsplaner, wie eine sinnvolle Regelung aussieht. Sie ist der Wolf im Schafspelz in der Verwaltung: die Stellplatzsatzung. Mit ihr legt die Politik fest, wie viele Parkplätze im Neubau entstehen müssen. Moderne Satzungen bieten inzwischen eine Vielzahl von Tauschmöglichkeiten an, um die Zahl zu reduzieren. Damit erhalten die Planer einen wirkungsvollen Hebel, um den Platz für Autos unkompliziert in Platz für Menschen umzuwandeln. Die Stellplatzsatzung wird damit zur Stellschraube für die Verkehrswende.“ (Zeitonline 14.03.21 von Andreas Reidl https://www.zeit.de/mobilitaet/2021-03/stellplatzsatzung-parkplatz-suche-nahverkehr-verkehrswende)

20 % Kosteneinsparung durch Verzicht auf Tiefgaragenstellplätzen

Bezahlbarer Wohnraum in Städten ist knapp und eben deshalb heiß begehrt. Der gesellschaftliche Wandel von der Industrie- zur Digitalgesellschaft wird die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum noch erheblich verstärken. Die „Wissensgesellschaft“ sucht den Austausch in Städten und deren Einzugsgebieten. Die Bundesrepublik wird ihr Ziel für 2022, 400.000 neue Wohnungen zu bauen, krachend verfehlen. Neue Mobilitätskonzepte werden insbesondere in unseren Städten dringend benötigt und sie sind ebenso nachgefragt, wie bezahlbarer Wohnraum. Auf genau diesen kommunalen Ebenen werden Stellplatzordnungen verabschiedet. Mit Änderungen der Stellplatzverordnungen, dass bei Neubauten PKW-Stellplätze durch Berücksichtigung moderner Mobilitätskonzepte (größtenteils) entfallen, könnten Mehrfamilienhäuser um rund 20 % günstiger gebaut werden. Tiefgaragen sind ohnehin nicht mehr zeitgemäß. Sie zu bauen bedeutet aufwendige Gutachten-, Planungs-, Statik- und Sicherungskosten. Die Umsetzung erfolgt mit einem immensen Erdaushub, der heute schon erhebliche Kosten auf entsprechenden Sonderdeponien verursacht. Danach erfolgt eine teure Absicherung des Erdwalles mit sogenannten Verbauten, was weitere mindestens 6-stellige Kosten verursacht. Das Erdloch wird anschließend mit Unmengen Beton und Stahl wieder verfüllt, unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten eine Katastrophe. Entfiele die Tiefgarage bei Neubauten, könnten Eigentumswohnungen also rund 20 % günstiger angeboten werden. Wer will schon in einer mittleren Großstadt zwei PKW-Tiefgaragenstellplätze für 80.000 € kaufen?
Unser Ziel ist es, bezahlbaren Wohnraum in Städten und stadtnahen Lagen zu schaffen. Unsere Verkaufspreise von Wohnfläche nach Lage und Qualität liegen im unteren Mittel zu vergleichbaren Angeboten. Würden Tiefgaragenstellplätze entfallen, könnten wir die Verkaufspreise noch um ca. 20 % senken. Günstiger bezahlbarer Wohnraum bedeutet Entlastung des angespannten Mietmarktes. Lassen Sie uns beginnen, die Zukunft für Menschen nachhaltiger zu gestalten, Wohnraum ist lebenswichtig.

Hintergrundinformationen EFM Management AG

Die EFM Management AG entwickelt und realisiert bundesweit Immobilienprojekte mit Leidenschaft und Begeisterung. Unsere Wurzeln gehen zurück auf ein familiär geführtes Unternehmen. Inzwischen beteiligen sich Netzwerker der Immobilienbranche oder Grundstückseigentümer als Aktionäre an der im Jahr 2001 gegründeten AG und bringen Wissen sowie ihre Erfahrungen ein. Unser Unternehmen hat sich zu einer modernen und aufstrebenden Bauprojektgesellschaft entwickelt. Unsere Unternehmensziele sind geprägt von einer klaren Agenda und Zukunftsstrategie. Dabei wollen wir langfristig für unsere Kunden und Investoren im Immobiliengeschäft, regional und auch in Nischen, erfolgreich tätig sein – vielleicht sogar etwas anders als andere Bauträger.

Mehr Informationen erhalten Sie von
Karl-Heinz Reinhardt, E-Mail: info@efm-ag.de, www.efm-ag.de

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